Circular Outdoor Collective
Kurz: COC
Das Ziel des Circular Outdoor Collective ist es ein Netzwerk von Entusiasten, die Lösungen für eine bessere Zukunft anstoßen und umsetzen wollen, aufzubauen. Unsere Philosophie besteht darin, die Systeme, die uns umgeben, zu beobachten und durch Kollaboration Chancen zu identifizieren und zu verwirklichen. Währenddessen wird der Prozess auf transparente Art und Weise geteilt um mehr und mehr Menschen dazu zu inspirieren sich der Veränderung anzuschließen. Alles zu theoretisch? Lies weiter - wir erklären unseren Ansatz bald genauer.
Wir sind davon überzeugt, dass es weder an Lösungen und Technologien fehlt, noch dass diese zu teuer sind. Wir haben lediglich einen wachsenden Rückstau was Umsetzung und Ausführung betrifft. Deshalb möchten wir dazu ermutigen jetzt zu handeln und die Welt, in der wir leben wollen, mitzugestalten.
Die 2 Seiten des COC
Auf der einen Seite, ist das COC die Online Plattform über die das Kollektiv wachsen und Ideen und Erfahrungen bezüglich nachhaltiger Projekte austauschen kann. Auf der anderen Seite, ist es der physische Ort wo diese Ideen umgesetzt werden, der ein Beispiel dafür darstellt, wie eine nachhaltige Lebensweise aussehen könnte. Der Ort wird eine Mischung aus kleinem Hof, ein paar Camper Stellplätzen und einer Unterkunft sein. Wir nennen dieses Projekt HAFH - Home away from home - und das ist auch genau was es sein sollte. Für uns, unsere Gäste und das Kollektiv, egal ob du bereits überzeugt oder noch am Kipp-Punkt bist.

Das Ziel: Nachhaltige, Zukunfts-fähige Lebensstile
Wir glauben fest daran, dass es für jeden von uns einen realistisch erreichbaren nachhaltigen Lebensstil gibt. Individuelle Lebensstile, die zu eines jeden einzigartigen Lebensumständen passen und ewig aufrechterhalten werden können. Sodass zukünftige Generationen die Chance bekommen ein Leben zu führen was mindestens genau so angenehm ist wie unseres.
Anstatt darüber zu diskutieren wer - Politik, Industrie, oder Einzelpersonen - Verantwortung für unsere Zukunft übernehmen muss, haben wir unsere Perspektive gewechselt. Weil am Ende sind es wir, die konsumieren was andere produzieren und wählen wer politische Entscheidungen trifft. Also haben wir aufgehört weiter über das Henne-Ei-Problem zu philosophieren und uns gefragt:
"Was können wir tun um Teil der Lösung zu sein?"
Unsere Antwort auf diese Frage ist das Konzept der sogenannten Nachhaltigen Lebensstile. Mehrzahl, weil es keine Einheitslösung gibt. Was es hingegen gibt ist ein allgemein anerkannter Ansatz, wie du deinen erreichen kannst. Der Ansatz basiert auf zwei Dimensionen: der individuelle und ökologische Fußabdruck und der ökologische, soziale und dadurch politische Handabdruck. Es ist von grundlegender Bedeutung zu verstehen, dass man niemals einen zukunftsfähigen Lebensstil erreichen kann wenn man eine der beiden vernachlässigt. Glaub uns, wir habens versucht.
Das Hauptziel dieses Ansatzes ist es Lebensstile zu erreichen, die mit dem Ziel die Erderwärmung auf 1.5°C zu begrenzen in Einklang stehen. In Zahlen: weniger als 2 Tonnen CO2 Äquivalente pro Person bis 2030 und 0.7t bis 2050. Wir werden uns hier nicht mit den Details auseinandersetzen aber meld dich gerne wenns dich interessiert oder schau dir die Website des inter-europäischen Forschungsprojekts onepointfive-lifestyles an. Einfach gesagt, geht es bei der ersten Dimension um unseren individuellen Einfluss, welcher schwer unter 5t zu kriegen ist wenn man in einem europäischen Land wohnt. Warte mal - 5 ist ganz schön weit weg von 1.5! Stimmt, das ist der Punkt an dem die zweite Dimension ins Spiel kommt: alles was über uns selbst hinaus geht und andere betrifft.
1. Dimension: Fußabdruck verkleinern

Echte Nachhaltigkeit kann man nur dann erreichen, wenn sie jeden Aspekt unseres Lebens berührt - weil dort jeder Einzelne die Macht hat etwas zu verändern: in den eigenen Entscheidungen - dem sogenannten circle of control. Am Anfang fällt es einem möglicherweise recht schwer Alternativen für die großen Themen wie Strom, Bauen, Mobilität und Ernährung zu finden. Ein guter Augangspunkt kann die Berechnung deines aktuellen Fußabdrucks oder die Auswirkung einer möglichen Alternative anhand eines CO2 Rechners sein (das genauste Ergebnis erhälst du, wenn du deinen Land-spezifischen Rechner verwendest). In jedem Alltag gibt es die sogenannten low-hanging fruit, wie deine Trinkflasche mit Leitungswasser zu füllen, regionale Produkte zu kaufen oder Müll zu trennen. Fang damit an und bleib dran. Mit der Zeit werden sich immer mehr Teile des Puzzles zusammenfügen. Wir glauben an einen ganzheitlichen und transparenten Ansatz um uns gegenseitig während dieses Prozesses unterstüzen zu können. Es geht nicht darum große globale Veränderungen zu bewirken sondern darum dass Einzelpersonen kleine Entscheidungen in ihrem alltäglichen Leben treffen die vervielfacht einen erheblichen Unterschied machen.
2. Dimension: Handabdruck vergrößern
Beim Handabdruck geht es darum strukturelle Veränderung anzutreiben. Im Großen: in unserem Land, unserer Gemeinden und der Gesellschaft. Aber auch im Kleinen: bei der Arbeit, im Verein oder mit Freunden und Familie. Anfangs hat man vielleicht das Gefühl dass es schwer ist irgendetwas zu erreichen. Aber Hoffnung ensteht durch Handlung! Wir können klein anfangen, zum Beispiel indem wir unser Geld auf einer Bank anlegen, die nicht in die Fossilindustrie investiert, Erfahrungen sammeln und uns zusammentun. Es ist eine Basisbewegung: wir können Petitionen unterschreiben um nachhaltige Veränderungen auf politischer Ebene zu beschleunigen aber wir können sie auch direkt auf persönlicher Ebene umsetzen. Vielleicht fängt es damit an Initiativen für Fahrradwege oder den Öffentlichen Verkehr zu unterstützen, geht damit weiter lokale Institutionen dazu zu motivieren Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und auf einmal sind wir Teil einer Sozialen Landwirtschaft oder einer Energiegenossenschaft in unserer Region. Jeder Handabdruck sieht anders aus, was zählt ist, dass man sich involviert, Gespräche anfängt und los legt. Denn wichtiger als die perfekte Lösung zu finden ist überhaupt mal anzufangen.

Unser Ansatz
Unser Ansatz basiert auf Konsistenz - wir streben danach eine nachhaltige Lösung für jede Herausforderung, die sich uns stellt, zu finden. Entscheidungen treffen wir mit Hilfe der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft - reduzieren - wiederverwenden - wiederverwerten. Die Idee dahinter ist den Ressourcenverbrauch so gering wie möglich zu halten indem wir Materialien solange wie möglich im Kreislauf behalten. Hier geht es vor allem darum unseren Fußabdruck (1. Dimension) zu verkleinern. Transparenz ist für uns unverzichtbar - wenn wir unsere Projekte nicht teilen, Erfolge sowie Misserfolge, wird es schwer irgendjemanden zu inspirieren geschweige denn inspiriert zu werden. Genauso würde sich auch Kollaboration schwierig gestalten. Hier kommt die 2. Dimension ins Spiel: unseren Handabdruck vergrößern. Mit der Unterstützung des Kollektivs, wollen wir organisch wachsen, was uns erlaubt unsere Projekte stetig weiterzuentwickeln und Lösungen zu verbessern, während wir Mitglieder dazu ermutigen ihre Reise anzutreten oder fortzusetzen.

Organisch Wachsen
Die Idee hinter organischem Wachstum ist es aus eigener Kraft zu wachsen - auf natürlichem Weg. Auf der einen Seite heißt das, nicht schneller oder größer als notwendig: Suffizienz. Auf der anderen Seite bedeutet es, mit unseren eigenen Ressourcen und dem Wissen, der Zeit und der finanziellen Unterstützung des Kollektivs zu wachsen. Anstatt einen Kredit bei einer Bank aufzunehmen, ohne zu Wissen worin unser Geld investiert wird und Zinsen zu zahlen, die einem besseren Zweck zugute kommen könnten, setzen wir auf unser Eigenkapital und die finanzielle Unterstützung des Kollektivs. Dadurch stellen wir sicher, dass das investierte Geld vollständig zur Umsetzung von nachhaltigen, zukunftsfähigen Lebensstilen genutzt wird. In Zukunft werden Mitglieder, die an unsere Vision glauben, die Möglichkeit haben in Projekte die sie gerne unterstützen würden zu investieren. Im Austausch dafür, bekommen sie einen Gutschein im Wert ihrer Unterstützung, der online oder vor Ort bei uns eingelöst werden kann. Somit stellt die finanzielle Unterstützung einen Kredit und nicht eine einfache Spende dar. Denn, die Lebensweise zu der wir inspirieren wollen sollte nicht nur ökologisch und sozial sondern auch ökonomisch nachhaltig sein.


